Ko- und Auftragsproduktionen

Terra X

Abenteuer Patagonien


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SPIEGEL TV

Sender:
ZDF

Sendeplatz:
Terra X

Sendedatum:
25.12.2015

Regie:
Christopher Gerisch
Anja Kindler


Patagonien ist ein Mythos, der seit Jahrhunderten Entdecker und Abenteurer aus Europa in seinen Bann zieht. Der entlegene Süden Lateinamerikas gilt noch immer als Traumziel.

Vom berüchtigten Kap Horn im Süden, bis nach Punta Arenas, der südlichsten Großstadt der Welt, erstreckt sich das von eisigen Ozeanen umgebene Feuerland. Im Westen dieses subpolaren Irrgartens aus Inseln, Fjorden, Halbinseln und natürlichen Kanälen, die den Pazifik mit dem Atlantik verbinden, sorgen 280 Regentage im Jahr dafür, dass schier endlose Regenwälder wachsen können. Im Windschatten der Berge breiten sich hingegen Halbwüsten aus. Leben heißt auf Feuerland und in Patagonien, sich den Naturgewalten in elementarster Form zu stellen.

Die Dokumentation „Abenteuer Patagonien“ verknüpft die Geschichte der Region aus deutscher Sicht mit der Gegenwart. Glaziologen, Rinderzüchter sowie Dinosaurier-Forscher gewähren dem Zuschauer einen unverstellten Einblick in die Lebenswelt und Natur Patagoniens.

Bildergalerie

Wie gelang es dem Menschen, sich in dieser unwirtlichen Weltengegend festzusetzen? Erst vor 8.000 Jahren wurde dieser extrem harsche Landstrich besiedelt. Die Natur verlangte den Indianern, die hier sesshaft wurden, alles ab. Nur 12.000 See- und Landnomaden durchstreiften die Küstengewässer und das Landesinnere. Ab dem späten 18. Jahrhundert begannen sich auch Europäer für Patagonien zu interessieren. Doch viele von ihnen scheiterten an den harten Lebensbedingungen.

Bis heute stellen sich die Menschen den Herausforderungen der Natur. Glaziologen, Rinderzüchter sowie Biologen und Paläoökologen gewähren dem Zuschauer einen unverstellten Einblick in die besondere Lebenswelt Patagoniens.

Feuerland und Patagonien gehören zu den komplexesten Ökosystemen der Erde: Mit riesigen, bis zu sechs Meter tiefen Sümpfen. Mit sturmgepeitschten Prärien, auf denen Südamerikas letzte Herden wilder Guanakos grasen und bis zu 3500 Meter hohe Bergen, zwischen deren Gipfel der König der Lüfte, der Andenkondor kreist. Die eisblauen Zungen gigantischer Gletscher ragen in die maximal zehn Grad warme See. Stürme, die bis zu 265 Kilometer in der Stunde erreichen, sorgen dafür, dass trotz vergleichsweise milder Temperaturen, die Baumgrenze schon bei 500 bis 600 Meter Höhe liegt.