Ko- und Auftragsproduktionen

arte Wunderwelt

Leben im Schatten der Feuerberge


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SPIEGEL TV

Sender:
arte

Sendung:
Wunderwelt

Sendedatum:
07.03.2013

Regie:
Andreas Lünser


Acht Zeitzonen von Moskau entfernt liegt die Halbinsel Kamtschatka. Knapp 400.000 Menschen leben in einer Region, die so groß ist wie Deutschland. Die meisten von ihnen in Petropawlowsk, einer Stadt, die nie zum Bleiben konzipiert war. Eine Straßenverbindung zum Festland existiert nicht. Wer hierher will, muss fliegen oder ein Schiff nehmen.

Kamtschatka gehört zu den abgelegensten Orten Russlands. Zu Sowjetzeiten die Halbinsel militärisches Sperrgebiet, Stützpunkt der Pazifikflotte und Zentrum der Fischindustrie. Besucher durften nur mit Sondergenehmigung nach Kamtschtaka, Ausländer überhaupt nicht. Angelockt von hohen Löhnen und Vergünstigungen zogen die Menschen für einige Jahre in die Isolation, um irgendwann wieder zu verschwinden. Nach der Perestroika brachen die künstlich subventionierten Industrien zusammen. Die Menschen standen vor dem Nichts. Wer konnte, der ging für immer, die, die blieben, mussten ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen. Die Gegend wird regelmäßig von Vulkanausbrüchen und Erdbeben heimgesucht. Nirgendwo sonst auf der Welt gibt es so viele aktive Vulkane wie auf Kamtschatka.

Bildergalerie

Durch die jahrzehntelange Abgeschiedenheit hat sich auf Kamtschatka eines der interessantesten Wildnisgebieter der Erde erhalten können. Riesige Braunbären streifen unbehelligt durch Tundra und Taiga, der Fischreichtum ist einmalig auf der Welt. Ein langsam aufkeimender Tourismus bietet den Menschen eine neue Perspektive.

Wie lebt es sich in Sibiriens vergessenem Osten? Warum ziehen die Menschen inzwischen nicht mehr weg? Welche Bedeutung hat die einzigartige Natur für die Bewohner der Halbinsel? SPIEGEL TV Andreas Lünser und Kameramann Jürgen Staiger haben Kamtschatka besucht und ihre Bewohner gefragt, was genau sie hier hält - am Ende der Welt.